Geschichtlicher Rückblick

Geschichtlicher Rückblick

Die Grossräte Catherine Keller-Studer und Christian Ducotterd stellen in ihrem Postulat vom 13. Mai 2005 fest, dass klassische Notdienste (Blaulichter) keine Möglichkeit haben, Opfern von traumatischen Ereignissen und ihren Angehörigen über ihre direkte Intervention hinaus psychologisch beizustehen.

In seiner Antwort vom 26. Februar 2008 befürwortet der Staatsrat die Schaffung eines mobilen Teams für psychosoziale Notfälle und überträgt die Einrichtung, Verwaltung und Verantwortung dem Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG).

In der Folge nimmt das FNPG am 1. März 2010 das «mobile Team für psychosoziale Notfälle» des Kantons Freiburg in Betrieb.

Seit diesem Datum gewährleistet unser Team 1460 Pikettdienste pro Jahr, was insgesamt 17‘520 Stunden Bereitschaftsdienst entspricht.

  • Bis heute hat es in 157 potentiell traumatischen Situationen eine sofortige psychosoziale Betreuung erbracht; dies entspricht einer Einsatzzeit vor Ort von insgesamt über 900 Stunden.
  • Seit Mai 2012 bieten wir auch Leistungen der psychologischen Nachsorge; seit diesem Datum haben wir 17 strukturierte Einzel- oder Gruppengespräche durchgeführt, die jeweils in den Tagen nach den tragischen Ereignissen stattfanden.
  • 715 Erwachsene und 135 Kinder oder Jugendliche haben eine sofortige psychosoziale Betreuung erhalten und 28 Personen eine psychologische Nachsorge.
  • Sofortige Einsätze erfolgen generell das ganze Jahr hindurch; die Verteilung auf die verschiedenen Monate ist aleatorisch – trotzdem beobachten wir, dass das Team hauptsächlich tagsüber und etwas öfter an den Wochenenden im Einsatz ist.